Rezension von 'Der Postillon - das noch bessere Beste aus über 170 Jahren'

Wir haben auch schon einen schönen Platz in unserer Redaktion gefunden...

Dass der Postillon im Internet jeden Tag seine Leser belügt und betrügt, war bekannt. Doch dass man in Fürth für diese infamen Presselügen sogar Bäume fällen lässt, nur damit man ein drittes Buch herausbringen kann, ist besonders dreist. 

Wir von Postillleaks.de haben das Machwerk auf seinen Wahrheitsgehalt geprüft und sind gelinde gesagt schockiert. 

 

Es stimmen: 

- die ISBN-Nr. 

- die Internetadresse vom Verlag

- das Erscheinungsjahr

- die Seitenzahl

- der Name des Herausgebers

- die von Amazon angegebenen Maße (19,2 x 1,5 x 23,8 cm)

 

Wer über diese Informationen hinaus etwas "Echtes" in diesem rückständigen Buch sucht, wird bitter enttäuscht. Es geht los mit einem ellenlangen und ermüdenden Vorwort des Chefredakteurs, der sich auf mehrere Seiten verteilt selbst dafür abfeiert, dass es immer noch Menschen gibt, die seinem Quatsch Glauben schenken. Hätte man das nicht abkürzen können? Ein Inhaltsverzeichnis fehlt hingegen völlig, wir hätten uns mit "Seite 7-192: Presselügen" begnügt, das hätte wenigstens auch noch gestimmt.

Es folgt Agenturmeldung über Agenturmeldung und in 99 % aller Fälle ist die Lüge schon in der Überschrift zu erkennen: 

 

"Mann steckt USB-Stick auf Anhieb richtig herum in Laptop" (von Postillleaks längst widerlegt

 

"Um sich von CSU zu distanzieren: Jesus lässt seinen Nachnamen ändern" (Jesus ist 1.845 Jahre geboren worden, bevor der Postillon gegründet wurde...) 

 

"Feministinnen fordern Umbenennung von Mannheim in Menschheim" (Ja klar, Feministinnen vom Fraunhofer-Institut, oder was?) 

 

So geht das Seite um Seite. Das perfide daran: Die CO2-Bilanz dieses Buches ist einfach desaströs. So gut wie jeder Artikel ist bereits im Internet auf www.der-postillon.com zu finden. Warum um alles in der Welt muss man Ressourcen verschwenden, um diese ganzen Lügen auf Papier zu drucken? Das wäre ja genau so bekloppt, als wenn Bild.de eine tägliche Zeitung herausbrächte.

 

Wir würden gerne null Sterne vergeben, aber das geht ja leider immer noch nicht. Zumindest die allerletzte Seite hat uns noch milde gestimmt. Das Dröselflawibel ist einfach der Hammer! Sechs Sterne würden wir hier vergeben, wir müssen aber einen Stern abziehen, weil die Triblöka, mit der man das Dröselflawibel aus dem Buch herausbaduseln kann, leider nicht mitgeliefert wurde.

 

Bleiben 5 Sterne.  

 

P.S.: Wenn Ihnen die Rezession gefallen hat, dann würden wir von Ihnen gerne wissen, wie glücklich Sie erst sind, wenn Sie mal einen WirtschaftsAUFschwung erleben. Schreiben Sie es doch in die Kommentare. 

SG, Hinweis: Diese Rezension wurde bei Amazon eingeschickt und mittlerweile auch genehmigt.

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Kommentare: 8
  • #1

    @bissartig (Donnerstag, 13 Oktober 2016 15:52)

    reicht es nicht, dass für das Lügenwerk des Postillon bereits zahlreiche Bäume sterben musste, muss nun auch Postillleaks Bäume für die Vernichtung des Werkes heranziehen. Und außerdem, wie kommt so eine Redaktion wie ihr überhaupt an ein Redaktionsbüro mit offenem Kamin? Es wird Zeit auch die Wahrheit über Postillleaks aufzudecken...

  • #2

    Andreas (Donnerstag, 13 Oktober 2016 17:10)

    Liebe Postillleaks Redaktion.

    Eine Rezension des Abreisskalenders 2017 haette mich eher interessiert. Aber mit dieser ist wohl erst im Jahre 2018 zu rechnen, wenn Sie alle Seiten abreissen durften, oder?

    Ich muss ja zugeben, dass ich bei dem Kalender schwach werde, immerhin kann ich ihn 2023, so verspricht es die Rueckseite, erneut verwenden.

    So, dann macht jetzt mal Feuer im Kamin,

    Andreas

  • #3

    Postillleaks_Redaktion (Donnerstag, 13 Oktober 2016 17:51)

    Hallo @bissartig,

    wir befürchten, Sie bringen da etwas elementar durcheinander. Der Baum, der durch den Druck des Postillon-Buches vernichtet wurde, kann durch ein Anzünden des selbigen nicht noch mal vernichtet werden. Sie meinen vermutlich den Ausstoß der Abgase, die beim Verbrennen entstehen. Da können wir Sie beruhigen, wir haben das Buch gar nicht verbrannt, es wird von unserer Abteilung "Lügenpresse Postillon" noch auf Herz und Nieren geprüft. Danach versteigern wir das korrigierte Buch an den Meistbietenden und DAVON kaufen wir dann neues Feuerholz für unseren Redaktionskamin, der im übrigen nicht offen, sondern lediglich ein schnöder Ofen ist. Wir sind schließlich keine Lügenpresse-Millionäre, wie die Damen und Herren aus Fürth.

    Welche Wahrheit wollen Sie über uns aufdecken? Wir überwachen den Postillon. Nicht mehr und nicht weniger. Steht alles im FAQ.

    Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Team von Postillleaks.de

  • #4

    Postillleaks_Redaktion (Donnerstag, 13 Oktober 2016 17:56)

    Lieber Andreas,

    danke für Dein Interesse an einer Rezension des Abreißkalenders vom Postillon. Unsere Mitarbeiter sind im Moment alle vollauf beschäftigt, die Agenturmeldungen, Faktenbilder und die Postillon am Sonntag (PAMS) zu prüfen und zu rezensieren. Eine Rezension des Kalenders kommt tatsächlich erst 2018 infrage, wie von Ihnen vermutet. Unter CO2-Gesichtspunkten ist das Ding aber genauso abzulehnen, wie das oben besprochene Buch.

    Das mit dem Schwachwerden ist leider normal. Siehe auch Bier, Schokolade, tolle Frauen, Kokain und Game of Thrones.

    Für weitere Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

    Ihr Team von Postillleaks.de

  • #5

    VictorY (das Y steht für Bundeswehr) (Montag, 17 Oktober 2016 15:51)

    Werte Postillleaks Redaktion.

    Wann werden endlich auch die suggestiven Sonntagsfragen bei Postillon von der Postillleaks-Redaktion korrekt beantwortet? Die Meinungsmache vom Postillon ist ja nicht mehr auszuhalten. Immerhin die Antwortmöglichkeiten der jüngsten Sonntagsfrage vom 16.10.2016 zeigen, dass der Postillon den Druck auch durch die aufklärerische Tätigkeit von Postillleaks zu spüren bekommt. Wie sonst ist die Antwortmöglichkeit "Einfach nur geschmacklos, Postillon!!! Ein Leser weniger!!!" sonst zu erklären?!

    Sollte Ihnen das aus personellen Gründen nicht möglich sein, würde mir einstweilen auch eine Postillleaks-Jokerfunktion (Publikumsjoker, 50:50 Joker und nicht zu vergessen der Postilllekas-Chefredakteur-Anrufsjoker) für die Sonntagsfragen genügen.

    ohne Gruß,
    V. Bundeswehr

  • #6

    Sechsvierdreidreieins (Donnerstag, 01 Dezember 2016 19:45)

    Lügenleaks!

  • #7

    Ein Leser (Donnerstag, 06 Juli 2017 20:10)

    Liebe Postillleaks-Redaktion,

    am 13. Oktober 2016, also vor fast 9 Monaten, schrieben Sie, dass Sie das Buch in Ihrer Abteilung "Lügenpresse Postillon" noch "auf Herz und Nieren prüfen" würden. Sind denn nun endlich Ergebnisse bekannt? Haben Sie Herz und/oder Nieren feststellen können oder ist das Buch so herzlos, wie es von außen aussieht?

    Außerdem würde mich interessieren, wann und wo die Versteigerung des korrigierten Buchs stattfinden wird und mit welchem Einstiegsgebot zu rechnen ist. Ich spare nun schon seit Monaten darauf und hoffe sehr, dieses exklusive Unikat bald mein Eigen nennen zu können.

    Vielen Dank für eure Mühen und macht weiter so.

    Herzlichst,
    ein Leser

  • #8

    Postillleaks Redaktion (Samstag, 08 Juli 2017 19:37)

    Lieber Ein Leser,

    vielen Dank für den Hinweis auf die noch zu korrigierende Version dieses Lügenbuches. Unser bereits zur Hälfte verbessertes Werk ist dem Brandanschlag des Postillon auf unsere alten Redaktionsräume zum Opfer gefallen. Dank zahlreicher Großspenden diverser Leser konnten wir aber ein neues Exemplar kaufen, müssen aber nun wieder von vorne anfangen.

    Wir werden das Unikat am Ende nicht versteigern sondern verlosen, damit auch die nicht so gut betuchten unserer Leser eine Chance auf das Buch haben.

    Vielen Dank für Ihre Motivation.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Team von postillleaks.de